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Pager

Amateur Radio Paging System - Amateurfunk-Funkruf

Zuletzt geändert 2001-01-07

Urgent - Quix - Dringend

Die Firma Miniruf hat den Betrieb des Paging-Netzes Quix 2000-12-31 eingestellt! Die Quix-Pager sind daher für die meisten User wertlos. Bitte die Geräte nicht entsorgen! - sie sind zu schade für den Elektronik-Schrott.

Bitte bringen Sie Quixe, wenn Sie sie nicht mehr brauchen, bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Ortsverband des DARC vorbei oder setzen Sie sich mit dem AATiS e.V. in Verbindung.

Der Amateurfunkdienst ist ein nicht-gewerblicher Funkdienst mit Schwerpunkten im technisch-wissenschaftlichen Bereich, internationalen Notfunkverkehr und Bildung. Die genannten Vereine sind als gemeinnützig anerkannt.

Die anderen Funkrufnetze (Cityruf, Scall, Skyper; TelMi) werden weiterhin betrieben. Die entsprechenden Pager können weiterverwendet werden. Es wird empfohlen, sie ggf. bei eBay o.ä. zu verkaufen, falls sie nicht mehr benötigt werden.

Infos zu Pagern in kommerziellen Netzen gibt es in Henning Gajeks Mobilfunk-FAQ und - mehr Amteurfunkspezifisch - bei den Links unten auf dieser Seite.


Weshalb beschäftigt sich der Funkamateur mit dem Thema 'Funkruf'?

Pager sind eine sehr facettenreiche Funkanwendung. Zum ersten müssen die Geräte umgebaut werden. Da die Empfangsteile i.d.R. sehr einfach aufgebaut sind und sich auch dem Anfänger kaum Probleme in den Weg stellen (außer vielleicht die Größe der Bauteile ;-), eignet sich dies auch als Projekt für interessierte Jugendliche (Amateurfunk-AG an Schulen o.ä.). Vom eigentlichen Umbau bis zum Abgleich und der Neuprogrammierung gibt es einiges zu tun.

Dann muß die entsprechende Infrastruktur erstellt werden (Sender, Vernetzung). Dies spricht auch die Spezialisten an, ergibt sich doch die Möglichkeit, die Funktionalität des PR-(Datenfunk-)Netzes zu erweitern. Für den einzelnen Funkamateur ergeben sich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Diese lehnen sich an die allgemeine Nutzung von Pagern an, bieten aber im Amateurfunk besondere Möglichkeiten. Als Stichworte einmal nur Rundsprüche, DX-Cluster, Störungsmeldungen automatischer Stationen, kurzfristige Skeds (KW, Sat) ...

Netzstruktur

Wie sollte nun ARPS (Amateur Radio Paging System) aussehen? Welche Netzstruktur? Sollen Rufe immer in ganz DL gesendet werden? Soll sich der Benutzer um das Einbuchen vor Ort kümmern (Rufzonen, Beispiel Cityruf) oder muß der Absender eines Rufes den Standort (Rufzone) des Adressaten kennen (wie früher bei Eurosignal)?

Wenn sich jemand ständig im gleichen Gebiet aufhält, ist alles noch einfach. Bei häufigerem Standortwechsel wird das Umbuchen aber zum Problem, wenn sich die Informationen nicht schnell genug im Netz ausbreiten. Ein Lösungsansatz ist z.B. eine feste Homezone (analog dem MyBBS-Parameter) und eine zweite, schnell änderbare, Rufzone. Eine Umbuchung erfolgt dann bspw. durch eine Konfigurationsmail oder einen Funkruf an den Server der Homezone Der wiederum schickt eingehende Funkrufe dann an den bzw. die Server im Zielgebiet (Wanderzone). Dieses Verfahren ('harte' Adressierung der Zielzone) ermöffnet es auch einem menschlichen Absender, die Wahl der Rufzone zu Übernehmen.

Da sich die Rufzonen und die Homezone nur selten bzw. langsam ändern, andererseits jeder Server alle kennen sollte, ist dieses Verfahren optimal. Die Aussendung erfolgt, abhängig von den Wünschen der User und den Erfordernissen des Netzes, entweder in beiden Zonen oder nur in der jeweils aktiven Zone.

Der Benutzer

Vorschläge für die Benutzerschnittstelle:

Die Frequenz

In DL arbeiten die meisten kommerziellen Funkrufdienste im 70cm-Band (Quix ca. 448 MHz, Scall bei 466 MHz). Einige Versuche laufen bereits (siehe [1]) auf 439,9875MHz, diese QRG ist bereits verbreitet und kommt den Piepsern und deren Umbauern sehr entgegen. Nebenbei ist eine sinnvolle Nutzung und Belebung des Bandendes nur von Vorteil, wenn man den Hunger des Kommerzfunks nach Frequenzen kennt.

Bei nur einer Frequenz im ARPS hat man zudem den entscheidenden Vorteil, seinen Pager überall nutzen zu können (Die Beschaffung von Quarzen sollte auch einfacher und billiger sein, wenn größere Mengen im Spiel sind.). Kollisionen und Überschneidungen lassen sich vermeiden, wenn man im Fall des Falles den einzelnen Sendern Zeitschlitze zuweist (z.B. bestimmte Minuten einer jeden Stunde o.ä.).

Das ARPS steht erst am Anfang. Bei jeder Entwicklung sollte an die Zukunft gedacht werden, um spätere Probleme und Unverträglichkeiten zu verhindern.


Links

Diskussion in Packet: FUNKRUF und ADACOM
Im Internet: de.comm.ham

Literatur: [1] CQDL 02/1999 p. 116 f.; [2] ADACOM Magazin 12/98


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